Kann man dauerhaft abnehmen ohne Sport zu treiben?

Kann man dauerhaft abnehmen ohne Sport zu treiben?

Hast du Horror bei dem Gedanken, dass du dich bei einer Diät im Fitness-Studio oder beim Joggen abstrampeln musst? Ist Sport nicht so dein Ding? Nun, Abnehmen ohne Sport ist durchaus möglich. Wir zeigen dir, was du beachten musst und wie du es erfolgreich umsetzt.

Abnehmen ist ein Prozess, den du aktiv über verschiedene Stellschrauben beeinflussen kannst. Sport ist eine davon. Allerdings wird die Rolle des Sports beim Abnehmen oft überschätzt. Die richtige Ernährung hat einen viel größeren Einfluss auf die Gewichtsreduktion als der Sport.

Wenn du Sport treibst, verbrennt dein Körper Kalorien. Die kann er unter anderem aus dem im Körper gespeicherten Fett ziehen. Das ist die Grundvoraussetzung um dauerhaft abzunehmen. Wir müssen die gespeicherten Fettreserven des Körpers auflösen und dadurch den Fettanteil am gesamten Körperaufbau reduzieren.

Dazu ist es wichtig, dass du mehr Kalorien verbrauchst als du dem Körper in Form von Nahrung zuführst. Nur dann funktioniert der Fettabbau.

Da dein Körper aber nicht nur beim Sport Kalorien verbrennt, sondern auch bei vielen anderen Tätigkeit und selbst in Ruhephasen und im Schlaf, ist es möglich auch ohne Sport abzunehmen.

Sport ist dabei nur eine von mehreren Stellschrauben für die Gewichtsreduktion und bei weitem nicht die Wichtigste.

Abnehmen ohne Sport: Ernährung ist wichtiger

gesunde ernährung
Foto: pixabay – Einladung_zum_Essen

Beim Abnehmen ohne Sport ist vor allem die Ernährung von vorrangiger Bedeutung. Wenn du komplett auf Sport verzichtest, wird dein Kalorienverbrauch pro Tag deutlich geringer sein als mit Sport.

Nicht nur während der sportlichen Tätigkeit verbrennt dein Körper Energie, sondern auch noch danach in der Ruhephase. Man nennt das den Nachbrenneffekt. Durch regelmäßige sportliche Belastung baut der Körper Muskelmasse auf. Diese Muskeln verbrauchen schon im Ruhezustand mehr Energie als ein nicht so muskulöser Körper. Bei sportlicher Leistung verbrennen die Muskeln auch nach der aktiven Phase noch deutlich mehr Energie.

Wenn du ohne Sport abnehmen willst, fehlt dir diese Stellschraube zur Erreichung des Kaloriendefizits. Das Kaloriendefizit ist die Differenz zwischen aufgenommener Energie durch Nahrung und der verbrauchten Energie.

Um abzunehmen muss dieser Wert dauerhaft negativ ein. Nur wenn du mehr Energie verbrauchst, als du zu dir nimmst, funktioniert das mit dem Abnehmen. Beim Abnehmen ohne Sport musst du daher dein Kaloriendefizit überwiegend durch die Ernährung regeln.

Abnehmen ohne Sport: Der Grundbedarf

Da unser Körper allein zum Überleben und um seine Grundfunktionen aufrecht zu erhalten bereits einen gewissen Energiebedarf hat, hat man das den Grundbedarf genannt. Dein Grundbedarf ist also die Energiemenge, die dein Körper braucht, damit das Hirn, der Kreislauf, die Verdauung die Sinneswahrnehmungen und vieles mehr einwandfrei funktionieren.

abnehmen ohne Sport
Foto: Pexels – Ketut Subiyanto

Dein tatsächlicher Energiebedarf ist natürlich größer, weil für jede Tätigkeit, die du ausübst (auch die nicht sportlichen) zusätzliche Energie gebraucht wird.

Der Grundbedarf ist abhängig von Geschlecht, Größe, Alter, Gewicht, Fett- bzw. Muskelanteil. Für die Ermittlung gibt es verschiedene Formeln entsprechend Herangehensweise der jeweiligen Theorie. Die Ergebnisse variieren je nach Formel etwas. Das spielt jedoch für die grundsätzlichen Überlegungen keine Rolle. Daher ersparen wir uns hier die mathematischen Näherungsformeln

Wenn du deinen Grundbedarf berechnen willst, empfehle ich dir den Kalorienrechner auf Fit for Fun oder den Kalorienbedarfsrechner hier, der dir auch noch Werte entsprechend deinen Angaben zu Aktivitäten macht.

Neben dem Grundbedarf gibt es natürlich Studien, die den Energieverbrauch für unterschiedliche Tätigkeiten berechnet haben. Mit Hilfe dieser Zahlen kannst du näherungsweise deinen täglichen Kalorienverbrauch bestimmen.

Das ist die Zahl an Kalorien, die du nicht überschreiten darfst, wenn du nicht weiter zunehmen willst. Willst du abnehmen, und zwar abnehmen ohne Sport, dann musst du deutlich weniger Kalorien verbrauchen, als die Zahl, die du als deinen täglichen Verbrauch berechnet hast.

Je schneller du abnehmen willst, umso größer muss dieses Defizit sein. Aber Vorsicht, denn da gibt es ein gravierendes Problem. Du kannst dein Kaloriendefizit nicht beliebig reduzieren.

Zum einen wird dann irgendwann dein Körper streiken und den Dienst quittieren, wenn du es mit dem Kaloriendefizit übertreibst und nur noch hungerst.

Zum anderen passt sich dein Körper an. Er registriert es, wenn du ihm dauerhaft zu wenig Nahrung zukommen lässt. Als Folge davon fährt er den Energiebedarf runter. Er schaltet in einen Notfallmodus den sogenannten Hungerstoffwechsel. Dabei werden lebensnotwendige Funktionen und Organe des Körpers weiter versorgt und unwichtige Funktionen heruntergefahren.

Dein Körper passt sich an die Situation an und dein Kaloriendefizit schmilzt, weil der Körper jetzt einfach weniger verbraucht.

Du musst daher ein Kaloriendefizit wählen, das der Körper verkraftet, ohne den Grundbedarf runter zu fahren. Je nach körperlicher Verfassung und dem tatsächlichen Kalorienbedarf kann dein Kaloriendefizit so zwischen 300 und 500 Kalorien liegen.

Das bedeutet, dass die möglichen Abnehm-Erfolge, die du innerhalb weniger Tage erreichen kannst, sehr begrenzt sind. Realistisch ist eine Gewichtsreduzierung von 500 bis 1000g pro Woche im Durchschnitt über einen längeren Zeitraum.

Aber das wird sich nicht linear entwickeln. Du wirst nicht jede Woche gleich viel abnehmen. Und du wirst gute und schlechte Phasen haben. Am Anfang kommt sicher auch Wasserverlust dazu und du kannst etwas mehr abnehmen. Doch später wird es auch Phasen geben wo du über Wochen fast nichts abnehmen wirst. Das ist vollkommen normal.

Lass dich nicht beirren von den Abnehm-Erfolgen, die andere in den Medien oder in Fernsehsendungen anpreisen. Wenn du dauerhaft und ohne Jojo-Effekt abnehmen willst ist eine langsamere Variante die gesündere und langfristig Erfolg versprechende.

Das Problem beim Abnehmen ohne Sport

Das größte Problem beim Abnehmen ohne Sport ist, dass du verhältnismäßig wenig essen darfst, je weniger dein Körper verbraucht, umso geringer ist auch die Menge an Kalorien, die du aufnehmen darfst.

ohne sport abnehmen
Foto: pixabay – tama66

Wenn dein Körper gewohnt ist, das du ihn vollstopfst bis nichts mehr reingeht, dann wird sich im Laufe der Zeit dein Magen erweitert haben. Er hat jetzt ein größeres Volumen und das will gefüllt werden bevor er Sättigungssignale an das Gehirn sendet. Selbst wenn das nicht der Fall ist und du einen normal großen Magen hast, kann es durchaus sein, das du des Öfteren mit Hungergefühlen zu kämpfen hast, weil dein Magen eine größere Füllmenge gewohnt ist.

Abnehmen ohne Sport: Du brauchst einen langen Atem und viel Disziplin

Was du bei der ganzen Sache nicht vergessen darfst: Wenn du im Wesentlichen nur über die Ernährung das Kaloriendefizit regelst, dauert der Prozess der Gewichtsreduktion höchstwahrscheinlich etwas länger.

Du brauchst also einen langen Atem, eine gehörige Portion Motivation und eiserne Disziplin. Denn du wirst deine Ernährung umstellen müssen. Du wirst dir keine oder zumindest sehr wenige Ausrutscher erlauben dürfen, weil du nichts hast, womit du diese kompensieren kannst.

Du wirst sehr konsequent deine Diät verfolgen müssen. Du musst einen Weg finden dich immer wieder zu motivieren. Abnehmen ohne Sport bedeutet vor allem Verzicht. Du darfst einfach gesagt viel weniger essen, als wenn du noch zusätzlich Sport treibst. Da dein Gesamtbedarf niedriger ist als bei einem sportlichen Menschen, müssen deine Mahlzeiten kleiner ausfallen, damit du das Kaloriendefizit einhältst.

Ein Sportler, der den gleichen Grundbedarf wie du hat, und die gleichen Tätigkeiten ausübt, darf nur, weil er zusätzlich noch 500 Kalorien pro Tag durch Sport verbrennt auch 500 Kalorien mehr essen und kann genauso abnehmen. 500 Kalorien, das ist mal locker eine Mahlzeit zusätzlich am Tag, die du auslassen musst, wenn du ohne Sport abnehmen willst.

In Studien hat man untersucht wie Kalorienaufnahme und Sport in Beziehung stehen. Das Ergebnis war, das Menschen die Sport treiben, nicht zwangsläufig dadurch abnehmen. Man erklärt das mit der erhöhten Kalorienzufuhr, die durch den Sport bedingt ist.

Aber andererseits bedeuten diese zusätzlichen Kalorien die du ohne zuzunehmen essen darfst für dich vielleicht mehr Genuss und mehr Lebensfreude. Wenn das Kaloriendefizit trotzdem eingehalten wird, hast du also „mehr Spaß beim Abnehmen“.

Mit Sport geht es viel leichter, effektiver und mit mehr Genuss

Abnehmen ohne Sport funktioniert. Keine Frage. Du solltest dir nur überlegen, ob dein Leben nicht attraktiver und lebenswerter für dich wird mit etwas Sport. Mit ein klein wenig Sport hättest du die Chance bei gleichem Kaloriendefizit mehr essen zu dürfen. Gleichzeitig würdest du gesünder leben und deinem Körper was Gutes tun. Du würdest den Stoffwechsel deines Körpers aktivieren, damit die Fettverbrennung ankurbeln und sehr wahrscheinlich schneller abnehmen können. Zusätzlich wirst du auch fitter und beweglicher.

Vor allem aber, und das ist für mich eigentlich das Hauptargument. Du kannst mehr genießen während du abnimmst. Der Sport bietet dir die Möglichkeit, die kleinen Sünden, die du dir ab und zu gönnst, wieder abzuarbeiten. Du kannst deine Trainingseinheiten nutzen, um das Optimum aus guter und gesunder Ernährung herauszuholen. Und du musst nicht hungern.

Ernährungsumstellung
Foto: pixabay – Carlosfs05

Die richtige Ernährung, jenseits von Diätpillen und Diätshakes

Die meisten von uns suchen immer ganz automatisch den einfachsten Weg, um ein Problem zu lösen. Das liegt in der Natur des Menschen. Da bist du sicher nicht anders.

Für viele bedeutet das, das sie ein Problem wie Übergewicht zunächst lange Zeit ignorieren. Das geht so lange gut, wie wir anderweitig keine Einschränkungen dadurch haben. Wenn sich dann aber gesundheitliche Probleme einstellen, oder du dich unattraktiv findest, wird das Problem offensichtlich. Du kannst ihm nicht länger aus dem Weg gehen.

Den einfachen Weg suchen viele dann auch, wenn sie nach einer Möglichkeit suchen ohne Sport abzunehmen. Die Sache an sich, also ohne Sport abnehmen, ist ja bereits der einfachere Weg. Aber viele suchen dann auch noch nach Möglichkeiten auf die Diät und das Hungern zu verzichten. Das sieht man an den vielen Suchanfragen zu diesem speziellen Thema.

Die Diätindustrie verspricht dir da das Blaue vom Himmel. Mit der einen Pille kannst du abnehmen ohne zu hungern. Mit der nächsten kannst du dem Körper vorgaukeln du hättest Sport getrieben. Und mit den supertollen Shakes des nächsten Anbieters kannst du im Schlaf abnehmen und sie schmecken sogar ganz toll.

Glaub mir: sie schmecken nicht. Zumindest schon nicht mehr am Ende der zweiten Woche, wenn du vielleicht noch ein paar Monate vor dir hast und jetzt weißt, dass du das Zeug auch in den kommenden Wochen Tag für Tag schlucken sollst. Das kann nicht gut gehen. Selbst wenn du noch so diszipliniert bist.

Und auch die Pillen, die dir das Hungergefühl nehmen, oder deinen Magen mit Füllstoffen stopfen, damit du vorzeitig ein Sättigungssignal empfängst, sind doch nicht wirklich eine Lösung für dein Problem. Sie können vielleicht eine Diät unterstützen aber sie gaukeln dir auch vor, dass du deine Essgewohnheiten im Griff hast, obwohl du sie in Wirklichkeit nur ausgetrickst hast.

In meinen Augen sind drei Dinge wichtig bei der Gewichtsreduktion. Du sollst dich gesund ernähren und du musst weiterhin Spaß am Essen haben. Und drittens soll deine Diät oder dein Abnehmprozess nicht dein ganzes Leben bestimmen.

das Leben geniessen
Foto: Pexels – mentatdgt

Auch, wenn es für dich vielleicht das derzeit wichtigste Ziel ist, ein bestimmtes Wunschgewicht zu erreichen, so sollten deine Gedanken nicht nur ums Abnehmen kreisen. Es gibt so viele andere wichtige und schöne Dinge und Menschen im Leben, die auch deine Aufmerksamkeit verdienen.

Vergiss das nicht! Gerade dann, wenn deine größten Probleme im Leben derzeit aufgrund deiner Fettleibigkeit und deines Gewichts bestehen, dürfen sie nicht dein ganzes Leben bestimmen. Du brauchst Auszeiten, in denen deine Gedanken nicht um dieses Thema kreisen!

Und vergiss trotz all dem Leid, das dein Gewicht und deine Körperfülle mit sich bringen, nicht das Leben zu genießen. Das gilt beim Essen genauso wie bei anderen Dingen. Eine positive Lebenseinstellung wird auch deinen Erfolg beim Abnehmen positiv beeinflussen. Davon bin ich überzeugt.

Darauf solltest du bei deiner Ernährung achten, wenn du ohne Sport abnehmen willst:

Wie bereits gesagt: Du wirst dich beim Abnehmen ohne Sport einschränken müssen und sehr diszipliniert vorgehen.

  • Verzichte auf Süßes und Kalorienhaltiges

Das bedeutet, du musst auf ungesunde, kalorienhaltige Kost verzichten. Du solltest deinen Zuckerkonsum und das Essen von Kuchen, Nachspeisen, Süßigkeiten und Schokolade ganz extrem einschränken.

  • Ess‘ mehr Vollkornprodukte

Außerdem rate ich dir zu Vollkornkost. Verzichte komplett auf Weißmehl Produkte. Esse statt Brötchen oder Weizenmehl-Brot ein Roggen-Vollkornbrot oder ein Sonnenblumenkern-Vollkornbrot.

Verzichte öfter auf kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Nudeln und Brot. Esse stattdessen Rind- oder Geflügelfleisch (kein Schweinefleisch, keine Wurst), Hülsenfrüchte und viel Gemüse. Außerdem Fisch, Quark, Eier und Sojaprodukte, die sich als Alternative zu Milchprodukten anbieten. An den etwas anderen Geschmack wirst du dich nach kurzer Zeit gewiss gewöhnen.

  • Schränke Alkohol und süße Getränke ein

Ein ganz wichtiger Punkt sind die Getränke. Verzichte während der Phase des Abnehmens auf Alkohol (wenn‘s geht komplett, sonst aber deutlich reduzieren). Trinke auch keine gesüßten Getränke oder Energy-Drinks mehr. Stattdessen Wasser, Tees oder schwarzen Kaffee.

trink mehr Wasser
Foto: pixabay – photomix-company

Gegen eine Apfelschorle hin und wieder oder ein alkoholfreies Bier dann und wann ist nichts einzuwenden. Wie gesagt, wir wollen dir den Spaß am Leben ja nicht verderben.

  • Keine Fertigprodukte

Das Beste ist, wenn du wirklich weißt, was in deinem Essen so alles drin ist. Daher ist es sinnvoll, dass du keine Fertiggerichte mehr kaufst und so oft wie möglich frisch kochst. Nur, wenn du aus natürlichen, und weitgehend unverarbeiteten Nahrungsmitteln dein eigenes Essen kochst, kannst du sicher sein, dass da kein Chemiebaukasten drin steckt.

  • Informiere dich über Clean Eating und Intuitives Essen

Kennst Du die Prinzipien des Clean Eating? Eine Studie in den USA belegt, dass Menschen, die sehr häufig stark industriell verarbeitete Produkte essen, deutlich mehr Kalorien zu sich nehmen als die, die unverarbeitete Lebensmittel für ihre Mahlzeiten verwenden.

Lese in unserem Blog, wie du mit Clean Eating und selbst gekochten Mahlzeiten aus ursprünglichen, gesunden Produkten leichter abnehmen kannst.

informiere dich über clean eating
Foto: Pexels – Andrea Piacquadio

Ebenfalls sehr sinnvoll, um deine schlechten Essgewohnheiten loszuwerden, ist intuitives Essen. Probiere es aus und versuche, dir in Zukunft neue, gesündere Essgewohnheiten anzueignen.

Die besten Tipps, wie Abnehmen ohne Sport funktioniert

Portioniere deine Mahlzeiten kleiner. Studien haben ergeben, dass die Portionsgröße erheblichen Einfluss auf deine Kalorienzufuhr hat. Sie steht in direktem Zusammenhang mit Fettleibigkeit. In diesen Studien hat man festgestellt, dass im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine generelle Zunahme der Portionsgrößen zu erkennen ist. Menschen, die vor 20 oder 30 Jahren lebten, haben durchschnittlich kleinere Portionen zu sich genommen. Nicht zuletzt ist das auch ein Grund für die zunehmende Fettleibigkeit in großen Teilen der Weltbevölkerung in den Industriestaaten.

Du kannst dir dieses Wissen aus den Studien zu Nutze machen und im Umkehrschluss deine Portionen kleiner machen. Das bedeutet nicht, dass du dich jetzt nicht mehr satt essen darfst. Durch die kleineren Portionen wird aber dein Gefühl für maßvolles Essen und für den Sättigungsprozess verbessert und du wirst durch die kleineren Portionen insgesamt weniger Kalorien aufnehmen.

  • Trinke mehr Wasser

Wasser ist nicht nur ein Durstlöscher, sondern auch ein Hungerstiller. Wenn du viel Wasser trinkst wird dein Körper nicht nur gut hydriert, sondern hat auch mehr „Arbeit“. Vor allem wenn du kühles Wasser trinkst, muss der Körper die Flüssigkeit im Magen-Darmtrakt auf Körpertemperatur erwärmen. Dafür braucht er Energie.

  • Suche nach kalorienarmen Alternativen bei Lebensmitteln

Suche aktiv nach Lebensmitteln, die ein Ersatz für die Kalorienbomben sind, die du sonst so gegessen oder getrunken hast. Drei Beispiele: Alkoholfreies Bier hat je nach Sorte nur etwa halb so viele Kalorien wie Bier mit Alkohol. Ein Apfel hat weniger Kalorien als ein Glas Apfelsaft. Selbstgemachte Pommes im Backofen brauchen nur Bruchteile an Fett wie Pommes aus der Fritteuse.

Wenn du jetzt sagst: „Das Eine kann man doch nicht mit dem Anderen vergleichen“, hast du Recht. Aber darum geht es auch nicht. Es geht nicht darum das gleiche Produkt mit weniger Kalorien zu finden – sondern eine ALTERNATIVE!

  • Vergesse Light-Produkte

Light-Produkte sind in vielen Fällen nur noch stärker verarbeitete Produkte als das Original. Die Industrie wirbt mit „weniger Fett“ oder „weniger Zucker“ und packt stattdessen irgendwelche Ersatzstoffe rein, die genauso ungesund sind.

Mach einen Bogen um das Light-Produkte Regal und geh stattdessen zum frischen Gemüse. Die meisten Gemüse Sorten sind ebenfalls „Light“ und haben mehr Nährstoffe. Zumindest wenn es Bio-Produkte sind, werden sie auch weniger Chemikalien enthalten als die Light-Produkte der Industrie.

Gemüse essen
Foto: pixabay – Carlosfs05
  • Weniger in Fett Gebratenes oder Frittiertes essen (besser dünsten oder grillen)

Denke auch über Alternativen bei der Zubereitung nach. Viele Lebensmittel, die wir kochen, kann man genauso gut auch roh verzehren. Andere Lebensmittel, die wir gewöhnlich braten, kann man genauso gut auch im Wasserdampf dünsten oder auf den Grill legen. So sparst du dir das zusätzliche Fett.

Was kannst du abgesehen von der Umstellung der Nahrungsmittel noch tun?

  • Das Essen gut Kauen

Universitäts-Studien in den USA und China haben gezeigt, dass die Kalorienaufnahme reduziert wird, wenn du dein Essen gründlich kaust. Durch das langsame Kauen kann dein Hirn die Sättigungssignale von Magen und Darm zeitnah verarbeiten bevor du zu viele Kalorien aufgenommen hast.

  • Aufmerksamer Essen

Lass dich während des Essens nicht durch deine Arbeit, den Fernseher oder dein Smartphone ablenken. Studien an der University of Liverpool, zeigen, dass Menschen die ihr Essen mit mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu sich nehmen, weniger Energie aufnehmen.

  • Stoffwechsel anregen

Bring deinen Stoffwechsel auf Trab. Wenn dein Stoffwechsel angekurbelt wird, verbrennt der Körper automatisch mehr Kalorien. Sofern du schon dein vorher festgelegtes Kaloriendefizit bei der Nahrung einhältst, kann sich der Körper die Energie langfristig nur aus den Fettzellen holen. In einem gesonderten Blogbeitrag findest du weitere Tipps dazu, wie du den Stoffwechsel anregen kannst.

  • Mehr Bewegung

Auch wenn du ausdrücklich sagst, dass du abnehmen willst ohne Sport zu treiben, solltest du dich so viel wie möglich bewegen. Es muss ja nicht gleich in Sport ausarten.

Bewegung ist nicht nur gesund für den Organismus. In Verbindung mit einem Ausflug an die frische Luft sorgt sie auch gleich noch für genügend Sauerstoff und Tageslicht. Das verbessert das Hautbild und hebt die Stimmung. Eine Sache, die du bei der Diät nicht unterschätzen solltest. Zum Thema mehr Bewegung im Alltag haben wir weitere Tipps für dich zusammengestellt.

Wie wäre es zusätzlich noch mit einem Hobby, bei dem du dich etwas bewegst. Reiten, Tanzen, Minigolf ganz egal. Wenn es dein Hobby ist, siehst du die damit verbundene Bewegung weniger als sportliche Betätigung als vielmehr Teil deines Hobbies an. So kannst du dich gleich viel leichter für die Bewegung begeistern. Wetten?

Die richtige Strategie

Was du nicht vergessen solltest wenn du ohne Sport abnehmen willst: Deine Psyche spielt auch eine große Rollen beim Abnehmen. Eine ganze Reihe unterschiedlicher psychologischer Faktoren haben Einfluss auf unser Gemütsleben und wie unser Körper damit umgeht.

Der Hormoncocktail, der da so tagtäglich durch deinen Körper fließt, der hat es in sich. Die Hormone können deine Bemühungen um Gewichtsreduktion unterstützen. Sie können sie aber auch boykottieren oder sogar bewirken, dass du weiter zunimmst.

Daher solltest du dein Unterbewusstes auf jeden Fall in deine Strategie einbeziehen.

Prüfe, was dein Essverhalten beeinflusst. Überleg dir, wie du damit umgehen kannst, damit es nicht zur Kalorienfalle wird wie bisher. Wir haben in einem kostenlosen E-Book eine Reihe von Tipps zusammengefasst, wie du die psychologischen Fallen umgehen kannst.

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Die richtige Motivation

Kannst du deine Motivation über Wochen und Monate während deiner Diät aufrecht erhalten. Jeder von uns hat seine kleinen Diät-Dämonen, die uns die Stimmung versauen und uns die Motivation zum Weitermachen rauben.

Es ist sehr wichtig, dass du dir genau vor Augen führst, warum du abnehmen willst. Finde den einen Grund, der dir Tag für Tag die Motivation gibt weiterzumachen.

Sicher, es gibt Tage, da wirst du in ein Motivationsloch fallen. Das ist unvermeidbar, denn deine Gewichtsreduktion ist ein Marathonprojekt. Es zieht sich über einen langen Zeitraum hin und da wird es Höhen und Tiefen geben. Das ist ganz normal.

Wenn du dein Ziel ganz fest vor Augen hast und du diesen einen, wichtigen Grund hast, der dich veranlasst hat diesen Weg zu beginnen, dann rufe dir den immer wieder ins Gedächtnis. Dann schaffst du das auch.

Gegen eine ganze Reihe von Motivationskillern kannst du bereits etwas tun, bevor sie dich überrumpeln. Lerne Motivationskiller zu bekämpfen.

Wie beeinflusst Stress deine Diät-Erfolge?

Zu wenig Schlaf und Stress sind häufige Auslöser für die Gewichtszunahme. Wenn wir uns selbst aus den Augen verlieren, nicht mehr auf uns aufpassen. Wenn alles andere wichtiger ist als unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wenn uns der Job auffrisst oder eine Beziehung unsere Nerven zerreißt, dann fehlt es an Achtsamkeit für den eigenen Körper.

Bist du in so einer Situation? Dann beende diesen Stress bevor du mit der Gewichtsreduktion ernsthaft beginnst. Damit meine ich nicht: Mach weiter wie bisher! Denn dann wirst du auch unweigerlich weiter zunehmen.

Was ich meine ist, dass du für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme Ruhe, Gelassenheit und genügend Schlaf brauchst. Es gibt genügend Studien, die belegen, dass Stress und Schlafmangel Ursache für Fettleibigkeit sind.

Und in so einer Lebenssituation wirst du nicht die Kraft haben dich ganz auf die Gewichtsreduzierung einzulassen. Du wirst an mehreren Fronten kämpfen. Im Job und auf der Waage. Oder in der Beziehung und auf der Waage. So macht das keinen Sinn.

Versuche Ruhe in dein Leben zu bringen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Entspannungstechniken, Gespräche mit Freunden, Beziehungs- und Berufsberater, Coaches, Psychologen und Ärzte. Je nachdem wie dein Problem aussieht.

Trotz Stress solltest du aber schon Schritte in die richtige Richtung machen. Wie gesagt, wenn du weiter machst wie bisher, wird es ja nicht besser, sondern schlimmer. Du musst daher auch dein Gewichtsproblem ernst nehmen und mit kleinen Schritten trotz Stress anfangen.

Wenn du es schaffst die weitere Gewichtszunahme zu vermeiden, ist das schon ein Erfolg. Bis du das Problem im Job, in der Beziehung oder wo auch immer gelöst hast, geh die kleinen Schritte, die möglich sind. Und dann starte richtig durch.

Vielleicht hilft der Artikel hier im Blog Stress zu vermeiden und trotz dem Stress schon die ersten Kilos abzunehmen.

Eines zum Schluss: Sport ist auch eine prima Möglichkeit um Stress abzubauen. Überleg also wirklich nochmal genau, ob abnehmen ohne Sport für dich wirklich der richtige Weg ist, wenn du ein Stress-Esser bist.

Hast du schon abnehmen ohne Sport treiben ausprobiert? Wie erfolgreich warst du dabei? Hast du weitere Tipps für uns? Schreib es uns in die Kommentare!

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Axel Speitmann

Autor bei Ingvergo, passionierter Hobbykoch und Kaffeejunkie. Meine Themen hier sind gesunde Ernährung und "Strategisch Abnehmen". Mit Hilfe meines eigenen Abnehm-Programms habe ich 20 Kilo abgenommen. Als Coach helfe ich heute Kunden erfolgreich abzunehmen und gesünder zu leben.

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