Mehr Bewegung im Alltag – Ratgeber mit 10 neuen Tipps

Mehr Bewegung im Alltag – Ratgeber mit 10 neuen Tipps

Wir Deutsche sind Bewegungsmuffel. Die meiste Zeit verbringen wir sitzend oder liegend. Und das mehr oder weniger bewegungslos, weil wir oft auf irgendwelche Bildschirme starren.

Das fängt immer früher an. Die Entwicklung ist selbst bei Kleinkindern und in der Schule gut zu beobachten. Fast jede freie Minute verbringen Jugendliche ihrer Freizeit vor den Bildschirmen von Smartphone, Tablet oder Xbox & Co.

Wir Älteren sind nicht besser. Studien zeigen, dass wir unbeweglicher werden und uns in unserem Alltag immer weniger bewegen. Wenn noch eine ungesunde Ernährungsweise hinzukommt, ist es unausweichlich das wir zunehmen.

Immer mehr Übergewichtige Menschen weltweit

Laut den aktuell verfügbaren Erhebungen der WHO sind insgesamt 65 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen übergewichtig.

Bei den Männern hatten 24,2 Prozent einen BMI von über 30, bei den Frauen 20,4 Prozent. Das entspricht der Definition von Adipositas, einem krankhaften Übergewicht. Weltweit hat sich die Anzahl der Menschen mit Adipositas seit den 80er Jahren mehr verdoppelt. Tendenz steigend.

Immer mehr Menschen auf der Welt verfügen über Nahrungsmittel in Überfülle. Vor allem eine schlechte Ernährungsweise und mangelnde Bewegung sind die Gründe für die Zunahme der Adipositas Erkrankungen.

Du suchst Tipps für mehr Bewegung im Alltag?

Grundsätzlich ist es gar nicht so schwer mehr Bewegung im Alltag zu integrieren. Auch wenn du eine sitzende Tätigkeit ausübst, lässt sich mehr Bewegung im Büro-Alltag jederzeit verwirklichen. Oft sind wir abgelenkt durch unsere Aufgaben und Tätigkeiten. Wir denken nicht daran, dass wir etwas für unsere Gesundheit tun sollten.

Das liegt daran, dass wir viele Dinge unbewusst, gewohnheitsmäßig machen. Diese ungesunden Gewohnheiten haben wir uns über Jahre oder Jahrzehnte antrainiert. Es ist schwierig einfach aus den Gewohnheiten auszubrechen und alles anders zu machen.

Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern, indem wir uns neue Gewohnheiten antrainieren, wenn wir nachhaltig etwas ändern wollen. Ein gesünderes Bewegungsverhalten im Alltag geht nur mit Regelmäßigkeit. Es reicht nicht, sich eine Woche lang überall Haftnotizen hinzukleben als Erinnerung sich mehr zu bewegen.

Jeder Schritt macht einen Unterschied

Du musst es schaffen jeden Tag mehr Bewegung einzubauen. Und das am besten ganz natürlich und unbewusst. So musst du dich zu nichts zwingen und an nichts erinnern. Es geht nicht darum mehr Sport im Alltag zu integrieren. Das ist wichtig für deine Gesundheit.

Es geht vielmehr darum, deinen Körper über den gesamten Tag mehr in Bewegung zu halten. Du sollst dich, ohne darüber nachzudenken, mehr bewegen und es als natürlich und normal empfinden.

Bewegung und Gesundheit sind eng miteinander verknüpft. Wer sich viel bewegt, dessen Organismus wird besser mit Sauerstoff versorgt und dessen Kreislauf kommt regelmäßig in Schwung. Mit verbesserter Blutzirkulation werden die Nährstoffe besser im Körper verteilt.

Das Hirn wird gut durchblutet, die Muskulatur und das Skelett werden gestärkt. Auf diese Weise kannst du sogar abnehmen durch spazieren gehen, oder Gewicht abbauen durch Radfahren ohne sportliche Ambitionen.

Abnehmen durch mehr Bewegung im Alltag ist kein leeres Versprechen. Die richtige Ernährung spielt beim Abnehmen zwar die größere Rolle. Aber wer sich mehr bewegt kann auch so gesunde Impulse setzen, die die Gewichtsreduktion beschleunigen.

Was können das für Bewegungen sein, die dir beim Abnehmen helfen? Letztlich jede Bewegung, die du zusätzlich machst.

Die klassischen Tipps für mehr Bewegung

Jeder kennt die klassischen Tipps für mehr Bewegung im Alltag. Man findet sie in jedem Diät-Ratgeber und vielen Journalen zum Abnehmen. „Nimm die Treppe statt dem Aufzug!“ „ Mache 10.000 Schritte am Tag!“ „Geh zu Fuß zum Einkaufen!“ „Fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit!“

Alle gut! Alle richtig! Es gibt zig Möglichkeiten, die du in diesen Journalen findest. Manche sinnvoll, andere…naja….

„Putze deine Wohnung“, ??? Mach ich so oder so. Ich hab keine Putzfrau. Der Tipp bringt mir also nicht viel. Und dir ebenfalls nicht. Außer du hast eine Putzfrau, oder es sieht aus bei dir wie Sau. Dann…putze deine Wohnung!!!

Putzfrau
Foto: unsplash – Austrian National Library

Es geht darum, uns gesündere Gewohnheiten anzutrainieren, damit wir Bewegung regelmäßig in den Alltag integrieren. Das ist ein Prozess. Der dauert. Wir müssen die alten Angewohnheiten aus unserem Unterbewusstsein verbannen und durch neue, bessere Ersetzen.

Die alten Gewohnheiten sind widerspenstig. Deshalb nennt man sie Gewohnheiten; sie sind da, um zu bleiben. Sie sind das, was wir kennen und mit dem wir uns arrangiert haben. Was Anderes wollen wir nicht. Das kennen wir ja nicht.

Du musst dir die neuen Angewohnheiten „schmackhaft machen“. Sie müssen einen Mehrwert bieten, damit du dich von den alten Gewohnheiten trennst.

Wenn du dir deinen Alltag betrachtest, musst du vor allem bei der mangelnden Bewegung am Arbeitsplatz und in der Freizeit ansetzen.

Das sind die Punkte, wo du ansetzen musst, denn da bist du die längste Zeit inaktiv. Für den Büro-Alltag gilt auch, dass die Möglichkeiten sich mehr zu bewegen recht begrenzt sind. Umso wichtiger ist es, dass du jede Möglichkeit zu mehr Bewegung im Büro nutzt.

Betrachten wir mal den Büro-Alltag genauer. Die meiste Arbeit verrichten wir im Sitzen. Nur wenige Arbeitnehmer haben den Vorteil eines verstellbaren Schreibtisches, oder das sie neben dem Schreibtisch auch noch ein Schreibpult haben.

Niemand schreibt dir vor, dass du deine Arbeit im Sitzen machen musst. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er ist bequem und will es bequem. Drum versuchen wir, uns das Leben so angenehm und bequem wie möglich zu machen.

Wir kaufen bequeme Bürosessel, in denen wir den Abdruck unseres Allerwertesten der Nachwelt hinterlassen, wenn wir in Rente gehen. Wir erfinden Maschinen, die uns die Arbeit erleichtern. Wir haben elektronische Hilfsmittel, die es uns ermöglichen alles vom Schreibtisch aus zu erledigen, ohne uns zu bewegen.

Es ist wahrscheinlich weltfremd dir zu raten auf E-Mail und Telefon zu verzichten und jede Nachricht persönlich zu übermitteln. Oder deine Briefe nicht mehr auszudrucken, sondern von Hand zu schreiben.

Um dir neue Gewohnheiten anzugewöhnen, brauchst du Impulse, die dich erinnern, dass die Dinge anders machen willst. Im Büroalltag ist das unerlässlich. Du musst ja weiterhin voll konzentriert deine Arbeit erledigen. Gleichzeitig an die guten Vorsätze und an die Arbeit denken funktioniert jedoch nicht.

1.      Lass dich an Pausen erinnern

Um dir neue Gewohnheiten anzutrainieren, brauchst du zum richtigen Zeitpunkt einen kurzen Hinweis – jetzt bewegen! Das kannst du mit einer App auf deinem Handy programmieren. Aber es geht auch einfacher. Mit einem simplen Timer.

wecker
Foto: pixabay – Monoar_CGI_Artis

Plane regelmäßig kurze Arbeitspausen ein. Raucher machen das wegen ihrer Sucht automatisch. Als Nichtraucher, lass dich vom Timer erinnern, dass dir eine „virtuelle Zigarettenpause“ zusteht.

Keine Angst, du musst das nicht für alle Zeiten machen. Es geht nur darum, dir die regelmäßigen kurzen Pausen anzugewöhnen.

Finde deinen persönlichen Rhythmus. 30 Minuten arbeiten, 2-3 Minuten aufstehen! Aus dem Fenster gucken, ein paar Aktenordner von A nach B tragen. Die Arme strecken, den Kopf auf den Schultern rollen, Muskeln anspannen und entspannen.

Oder mach längere Arbeitseinheiten und längere Pausen. Solange du deine Arbeit gut machst, beschwert sich kein Chef, wenn du ein paar Minuten die Aussicht genießt und dich dabei dehnst.

2.      Arbeite öfter mal im Stehen

Wenn du kein Stehpult hast, kannst du einige Arbeiten genauso gut im Stehen erledigen. Mache das. Telefoniere im Stehen. Nutze ein Klemmbrett als Unterlage und mache Notizen im Stehen.

Wenn du viel am Schreibtisch lesen musst, nutze aus, dass die Bildschirme verstellbar sind. Du kannst Dinge im Stehen genauso gut lesen wie im Sitzen, wenn der Bildschirm passend eingestellt ist.

Halte kurze Besprechungen mit Kollegen im Stehen ab.

Meetings mit mehreren Personen müssen nicht zwingend im Sitzen am Konferenztisch ablaufen. Wie wäre es mit einem Arbeitsspaziergang?

Anstatt theoretisch über Abläufe im Unternehmen zu besprechen, macht man das vor Ort im Stehen machen. So kann man sich direkt ein besseres Bild machen von den Dingen, über die man spricht.

3.      Nutze jede Möglichkeit für Bewegung

Jede Pause sollte für dich eine Einladung sein dich zu bewegen. Kein Essen am Schreibtisch, keine Bunkern von Getränken oder Süßigkeiten im Schreibtisch. Wenn du was willst, beweg dich und hol es dir.

mehr Bewegung im Alltag
Foto: unsplash – Farrel Nobel

Ein Kollege räumt den Kofferraum seines Autos leer oder muss Akten ins Archiv bringen? Biete deine Hilfe an! Zwei- dreimal die Treppe rauf und runter bringt dich in Schwung und macht dem Kollegen seinen Arbeitsalltag leichter. Die Pfunde purzeln und dein Ansehen bei den Kollegen steigt.

Du hast einen Außentermin und fährst danach zurück ins Büro? Niemand sagt, dass du nicht erst nochmal ums Gebäude laufen darfst. Du solltest auch nicht scharf sein auf einen „Chef-Parkplatz“ direkt am Eingang.

Such dir einen Parkplatz möglichst weit entfernt vom Eingang. Mach ihn in Gedanken zu deinem eigenen Parkplatz. Der „gehört jetzt dir“. Und wenn er weit genug weg ist vom Eingang, wird ihn dir niemand streitig machen wollen.

So hast du jeden Tag ein paar Meter, die du zusätzlich läufst.

4.      Mache dir das Leben absichtlich ein wenig unbequem und umständlich

Du hast einen großen Schreibtisch oder ein großes Büro? Bring mehr Bewegung am Schreibtisch in dein Leben indem du dir Arbeitsmittel, die du regelmäßig brauchst außer Reichweite stellst.

Deine Kollegen werden mit dem Kopf schütteln, wenn du jedes Mal zum Lochen von Dokumenten aufstehen musst. Aber dein Rücken wird es dir danken, wenn er mehr Bewegung bekommt.

Wenn jeder Ausdruck aus dem Drucker eine Runde um den Schreibtisch bedeutet, arbeitest du vielleicht nicht mehr optimal effektiv. Aber vielleicht hältst du dafür insgesamt länger durch, weil du fitter bleibst.

mach dir das leben unbequem
Foto: pixabay – barni1

Wir haben zwar die modernen Kommunikationsmittel. Doch ein kurzer Gang zu einem Kollegen in einer anderen Abteilung ist eine willkommene Abwechslung für deine Wirbelsäule. Du verbrennst so nebenbei sogar noch ein paar Kalorien.

Kennst du diese Keilkissen, die manche Menschen nutzen um Ihre Sitzposition zu korrigieren? Nutze solch ein Kissen oder einen anderen Gegenstand im umgekehrten Sinn. Mach es dir unbequem auf deinem Schreibtischstuhl. Du hältst es so nicht so lange darauf aus. Du wirst automatisch öfter mal aufstehen und dir die Beine vertreten.

Du musst das nicht den ganzen Tag lang machen. Es gibt ja Arbeiten, da musst du dich voll drauf konzentrieren. Du darfst nicht von einer unbequemen Sitzgelegenheit abgelenkt werden. Aber es gibt eine Menge Routinearbeit, die jeder von uns erledigen muss. Ein unbequemer Stuhl, der dich zwingt hin und wieder eine Bewegungspause einzulegen, wird dein Arbeitsergebnis bei diesen arbeiten kaum beeinflussen.

Eine andere Art sich die Dinge unbequemer zu machen, ist es, nicht immer den geraden, einfachen Weg zu wählen. Mehr Bewegung am Arbeitsplatz heißt vor allem alle Pausen nutzen, in denen du nicht am Schreibtisch sitzen musst.

Du musst in eine andere Abteilung? Niemand schaut auf die Uhr, ob du eine Minute mehr oder weniger dorthin brauchst. Wenn sich ein kleiner Umweg anbietet, nutze ihn für deine Gesundheit.

Prima, wenn du dich durchringen kannst den Weg zur Arbeit mit dem Rad zurück zu legen. Noch viel besser, wenn es zur Gewohnheit wird. Eine andere Möglichkeit deinen Bewegungsradius zu vergrößern ist es, nicht jedes Mal den gleichen Weg zur Arbeit zu nehmen.

Mache Umwege. Teste alternative Strecken. Schau währenddessen nicht auf dein Handy, sondern schau dir die Gegend an durch die du läufst. Genieße die schönen, kleinen Dinge am Wegesrand, die dir sonst entgehen würden.

Du hast so nicht nur mehr Bewegung im Alltag, sondern gleichzeitig noch mehr Entspannung. Andere Wege zu gehen bringt dich womöglich auf neue Ideen. Es bringt neue Eindrücke und frischen Wind in dein Leben.

Mehr Bewegung in der Freizeit

Zuhause ist es etwas einfacher mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Du bist nicht gezwungen den ganzen Tag an einer Stelle zu hocken und dich nicht zu bewegen. Daheim ist es eher deine Faulheit, oder Bequemlichkeit, die dich davon abhält etwas zu tun.

Setze dir in deiner Freizeit Impulse, die dich daran erinnern dich mehr zu bewegen.

5.      Plane Bewegung bewusst in deinen Tagesablauf ein

spielen mit kindern
Foto: pixabay – ryanmcguire

Plane deine Freizeit bewusster und lebe nicht nur so in den Tag hinein. So ist es leicht auch für bestimmte Zeiten Aktivitäten einzuplanen, bei denen du dich bewegst.

Mach dir einen Plan für jeden Tag, in dem du Zeiten für einen Spaziergang oder eine Runde mit dem Rad einträgst wie einen Termin. Behandle diese Zeit wie einen verbindlichen Termin, den du mit dir selber hast.

Hier gilt es genauso: Du musst da jetzt nicht bis an dein Lebensende so machen. Irgendwann wird es zur Gewohnheit und du brauchst keinen Plan mehr, um dich regelmäßig mehr zu bewegen. Es kann auch dazu führen, das du fortan grundsätzlich deine Aktivitäten mehr planst, weil du so mehr Struktur in deinen Alltag bekommst.

6.      Bau dir deinen persönlichen Trimm-Dich-Pfad

Auch in deiner Wohnung kannst du für mehr Bewegung sorgen. Kennst du noch diese Trimm-Dich-Pfade, die man in den 70er Jahren überall gebaut hat? Ein paar von denen haben bis heute überlebt.

Man konnte durch den Wald laufen und hatte unterwegs Stationen, an denen man irgendwelche Trimm-Dich-Übungen machen sollte.

Sowas kannst du dir Zuhause auch einrichten. Du musst nicht deine Wohnung umräumen, oder die Yogamatte im Wohnzimmer ausrollen. Es geht wieder darum einen Impuls zu setzen.

privater Trimm Dich Pfad
Foto: pixabay – pexels

Was machen die meisten Menschen, wenn irgendwo ein Sandsack hängt und sie daran vorbeilaufen. Sie schlagen ein- zweimal mit den Fäusten dagegen.

Weil dazu ein Sandsack da ist! Er sendet den Impuls „Schlag mich“!

Vermutlich wird sich solch ein Sandsack nicht so gut mit deiner Wohnzimmer Einrichtung kombinieren lassen. Wir müssen daher andere Wege finden, wie du zu mehr Bewegung in den eigenen vier Wänden kommst.

Schaffe dir Motivationspunkte in deiner Wohnung, oder im Garten. Halt da, wo du dich viel in deiner Freizeit aufhältst. Hänge dir virtuelle Sandsäcke auf. Dinge, die dich anregen und motivieren dich zu bewegen.

Mehr Bewegung im Alltag heißt ja nicht, dass du immer gleich eine komplette Sportübung absolvieren musst. Mehr Bewegung im Alltag kann auch heißen eben nur zwei- dreimal auf den virtuellen Sandsack einzuschlagen.

Du hast keinen Sandsack? Aber vielleicht eine Lampe, die geschickt hängt für einen Luftboxkampf. Du hast keine Hantel zum Gewichtheben? Vielleicht stehen im Keller zwei Kisten Sprudel, die du bei jedem Gang in den Keller 4-5-mal heben kannst.

Du hast keine Beinpresse oder Kraftstation für deinen workout, aber vielleicht eine Treppe, die du in kräftigen Sprüngen hochhüpfen kannst. Einen Stuhl, der immer im Weg steht und den du diesmal nicht beiseite schiebst, sondern drauf- und drüber steigst.

Lass dir was einfallen. Sei kreativ. Bau dir deinen persönlichen Trimm-Dich-Pfad. Jedes Mal, wenn du an eine deiner Stationen vorbeikommst, machst du ein paar Übungen. Du kannst dir einen Parcours ausdenken, in dem du mehrere deiner Stationen hintereinander einbaust. Nutze einfach die Gelegenheiten, wenn du an einer Station vorbeikommst.

Wichtig ist, dass die Stationen genau definiert sind und du sie auch als Stationen identifizierst. Die Lampe ist jetzt nur Lampe, wenn du Licht brauchst. Zu anderen Zeiten ist sie dein virtueller Sandsack.

7.      Das Bett oder Sofa besetzen

Wenn du eine richtige Couch-Potato bist oder jemand, der sich gern für ein paar Stunden ins Bett verkriecht, musst diese Lieblingsplätze besetzt halten.

Platz reserviert
Foto: pixabay – farbsynthese

Diese Lieblingsplätze dürfen ab jetzt nicht immer zur Verfügung stehen. So bringst du mehr Bewegung in dein Leben, und hältst dich vom Sitzen oder Liegen ab.

Wie machst du das? So, wie bei dem Beispiel mit dem unbequemen Schreibtischstuhl. Mach deine Lieblingsplätze unbequem oder unbrauchbar.

Nein, du sollst kein Feuerholz aus deinem Sofa machen! Tagsüber kannst du Dinge darauf ablegen, die dich abhalten Platz zu nehmen. Am besten was, was nicht in zwei Minuten weggeräumt werden kann.

Nochmal zur Erinnerung. Das ist nichts, was du für den Rest deines Lebens machen wirst. Es geht darum Alternativen zu deiner Bewegungslosigkeit zu entdecken und zu einer neuen Gewohnheit zu machen. Später kann dein Sofa wieder wie gewohnt dastehen.

Es wird ein wenig an Attraktivität verlieren, wenn du interessante Alternativen gefunden hast, die dich hin und wieder in Bewegung halten. Dein Sofa kann dein Lieblingsplatz bleiben.

Alternativ zu dem Vorschlag Bett oder Couch zu „besetzen“ reicht für manchen auch ein einfaches Schild mit einer Aufforderung oder einem Verbot. „Hier wird nur geschlafen!“ oder „Geh in den Garten Rasen mähen!“

Lass dir was einfallen, was dich abhält faul und zu bequem zu sein.

8.      Mehr Bewegung im Alltag mit Kindern und Hunden

Kleine Kinder und junge Hunde haben etwas gemeinsam. Einen unbändigen Drang zu spielen und sich zu bewegen. Nutze das wenn du Kinder oder einen Hund hast.

Lass dich animieren zum Spazieren gehen, zum Stöckchen werfen (mit dem Hund oder mit den Kindern), zum herumtollen und zum gemeinsamen spielen. Als meine Kinder klein waren, haben sie die meiste Zeit auf dem Boden gespielt.

Fast alle unsere Möbel sind für die Erwachsenen gemacht. Daher für die Kleinen eher unbequem. Sie weichen automatisch auf den Boden aus. Wer mit den Kindern in kindgerechter Umgebung spielen will, der muss sich bei manchen Spielen unweigerlich ebenfalls auf den Boden setzen.

Das ist wiederum für uns Erwachsene nicht unbedingt bequem. Es führt dazu, dass wir uns mehr bewegen müssen, da uns sonst die Knochen weh tun.

Nutze das, um mehr Bewegung in dein Leben zu bekommen. Selbst wenn das Hinsetzen, das Aufstehen und das Sitzen auf dem Boden unbequem sind. Es bringt dich mehr in Bewegung. Für deine Kinder ist es ein anderes Spielerlebnis, wenn du dich einlässt mit ihnen auf dem Boden zu spielen und nicht auf dem Stuhl daneben hockst.

kinder karussell
Foto: pixabay – cocoparisienne

Du hast weder einen Hund, noch ein Kind? Das Tierheim in deiner Stadt freut sich bestimmt, wenn du 1-2 Mal die Woche einen Hund Gassi führst. Deine Freunde oder Verwandte freuen sich, wenn du sie für 2 Stunden von ihren Kindern befreist und was mit denen unternimmst.

Geh auf einen Spielplatz. Du darfst nicht mehr auf dem Karussell Platz nehmen, aber die Kinder freuen sich, wenn du sie anschiebst. Hauptsache du bleibst in Bewegung und sitzt nicht nur auf der Bank, und schaust den Kindern beim Spielen zu.

9.      Lade Freunde zu einem Spaziergang ein

Wenn ich Besuch von Freunden bekomme, die länger als nur für einen Kaffee bleiben, ist es zu einem festen Ritual geworden, das ich vorschlage einen Spaziergang zu machen. Je nachdem wer mitgeht fallen die mal länger mal kürzer aus.

Denkbar ist auch, dass du ganz bewusst Freunde oder Familie zu einem gemeinsamen Spaziergang oder einer kleinen Wanderung einlädst. Anstatt Zuhause um den Esstisch zu sitzen oder auf dem Sofa zu hocken, bewegt ihr euch gemeinsam.

Man kann prima dabei plaudern. Auch ein Treffen zu einem gemeinsamen Essen im Restaurant oder zum Kaffee trinken kann man gut mit einem schönen Spaziergang verbinden.

10.  Mehr Bewegung im Winter

winterlandschaft
Foto: pixabay – hans

Vor allem im Winter bewegen sich viele von uns zu wenig. Die Tage sind kürzer. Zum Feierabend wird es bereits dunkel. Da fehlt dann die Lust noch mal vor die Tür zu gehen. Der Platz an der Heizung oder unter der Kuscheldecke auf dem Sofa ist einfach zu verlockend. Doch so bekommst du nicht mehr Bewegung im Alltag. Im Gegenteil.

Gerade jetzt, in dieser Jahreszeit, solltest du schauen, das du dich mehr bewegst. Vor allem mehr im Freien. Plane deine Aktivitäten so, das dir tagsüber Zeit bleibt dich für eine halbe Stunde oder Stunde im Freien aufzuhalten.

In der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass du Sonnenlicht abbekommst. Deine Haut produziert mit Hilfe des Lichts Vitamin D, was sich positiv auf deine Stimmung auswirkt.

Andere Dinge, wie Bügeln, Arbeiten am Computer oder die Wohnung aufräumen kannst du machen, wenn es draußen dunkel ist.

Mach das nicht allein. Du hast mehr Spaß daran im Winter raus zu gehen, wenn du es mit anderen gemeinsam machst. Geh mit Kindern raus. Macht Schneeballschlachten, geht Schlitten fahren, baut einen Schneemann.

Geh mit Freunden eine Runde durch den winterlichen Wald. Trefft euch erst danach zu einem Glühwein oder einer heißen Schokolade als Belohnung dafür, dass ihr mehr Bewegung in den Alltag gebracht habt.

Wie schaffst du es mehr Bewegung im Alltag zu integrieren? Wir sind gespannt auf deine Tipps! Schreibe sie uns in die Kommentare!



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Ich wünsche dir einen guten Tag!

Dein Axel

Axel Speitmann

Autor bei Ingvergo, passionierter Hobbykoch und Kaffeejunkie. Meine Themen hier sind gesunde Ernährung und "Strategisch Abnehmen". Mit Hilfe meines eigenen Abnehm-Programms habe ich 20 Kilo abgenommen. Als Coach helfe ich heute Kunden erfolgreich abzunehmen und gesünder zu leben.

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